Kakerlakenpoker

 


Rezension Kakerlakenpoker

Die Rezension ist in der November/Dezember 2006-Ausgabe des Magazins Gelegenheitsspieler erschienen. Laden Sie die aktuelle Ausgabe jetzt direkt kostenlos herunter.

Autor: Jacques Zeimet
Verlag: Drei Magier Spiele
Spieler: 2 bis 6
Alter: Ab 8 Jahre
Spieldauer: ca. 15 bis 30 Minuten
Preis: ca. 8 Euro
Erscheinungsjahr: 2005

Der Verlag „Drei Magier Spiele“ ist bisher eher durch familienfreundliche Spiele bekannt geworden. Doch auch wenn der Name Kakerlakenpoker eher die zart Beseiteten nervös werden lässt, so ist hier doch das Ungeziefer nur Mittel zum Zweck. Kakerlaken verkaufen sich wohl besser als Buben, Damen, Könige oder Asse

Der Stinkwanze auf der Spur
Die Regeln von Kakerlakenpoker sind innerhalb von fünf Minuten verstanden. Die Karten mit den Abbildungen der verschiedensten Ungeziefern - von der Spinne bis zum Skorpion - werden sämtlichst an die Spieler verteilt. Wer am Zug ist, schiebt verdeckt eine Karte zu einem beliebigen Mitspieler rüber. Dabei verkündet er frank und frei, welches Tier hier aufgebildet sein soll. Der Mitspieler kann es glauben oder nicht. Macht er hierzu eine Aussage, muss er die Karte zu sich nehmen, wenn er falsch lag. Andernfalls bekommt sie der Ausgangsspieler. Alternativ kann die Karte auch einfach angeschaut und zu einem anderen Spieler rüber geschoben werden, um erneut eine entsprechende Aussage zu treffen. Wer als Letzter so die Karte zugeschoben bekommt, der ist zur Aussage „stimmt“ oder „stimmt nicht“ verpflichtet. Verloren hat, wer als erster auf diese Weise vier Karten einer Sorte gesammelt hat. Alle anderen sind die Gewinner.

Vier verliert
Einzuschätzen wer blufft, bedarf natürlich neben der Menschenkenntnis vor allem viel Glück. In einigen Situationen, insbesondere wenn es für einen Spieler knapp wird, werden die Einschätzungen oftmals besser. Hinzu kommt, dass es durch stillschweigendes Zusammenwirken der Gruppe gegen einen Spieler möglich ist, ihn zumindest in Bedrängnis zu bringen. Das Weiterschieben ist da die bestimmende Taktik.

Fazit

Kakerlakenpoker kann eines der besten Gesellschaftsspiele überhaupt sein... sofern die richtige Gruppe mit Spaß am Bluff zusammen sitzt. Denn gerecht ist es sicherlich nicht und gute Schauspieler sind kaum einzuschätzen. Um so schöner, wenn man ihnen dennoch auf die Schliche kommt. Das Weiterschieben von Karten macht insbesondere in einer größeren Runde Spaß. Am besten funktioniert es in der vollen sechser Auslastung. Dass es nur einen Verliere und ansonsten Gewinner gibt, ist bezeichnend für Kakerlakenpoker. Der Weg ist hier das Ziel. Und dass für einen geringen Preis, wenn auch die Ausstattung mit ausschließlich 64 Karten nicht üppig ist.

Wertung

Kategorie: grün (einfach)
Zugänglichkeit / Gelegenheitsspielertauglichkeit: sehr hoch
Preis/Leistungs-Verhältnis: gut
Positionierung innerhalb seiner Gattung: überdurchschnittlich

Gesamtwertung: sehr empfehlenswert

Vergleichbare Spiele: Bluff, Meiern