Blokus Trigon

 


Die Rezension ist erschienen in der November/Dezember 2006-Ausgabe des Magazins Gelegenheitsspieler. Laden Sie die aktuelle Ausgabe jetzt direkt kostenlos herunter.

Autor: Bernhard Tavitian
Verlag: Winning Moves
Spieler: 2 bis 4
Alter: ab 7 Jahre
Spieldauer: ca. 20 bis 30 Minuten
Preis: ca. 25 Euro
Erscheinungsjahr: 2006

Es gibt Spiele, bei denen steckt der Autor seine ganze Energie in die stimmungsvolle Umsetzung eines Themas. Und es gibt Spiele, die sind einfach nur Spiel. Blokus Trigon gehört eindeutig der zweiten Gruppe an.

Auf die Spitze getrieben
Wer die Vorgänger Blokus oder Blokus Duo kennt, fühlt sich gleich zu Hause. Die Regeln sind so einfach wie fordernd. Jeder Spieler hat verschieden geformte und unterschiedlich große Spielsteine einer Farbe. Im Gegensatz zu den Vorgängern bestehen sie jedoch nicht mehr aus zusammenhängenden kleinen Quadraten, sondern aus Dreiecken. Abwechselnd werden diese an bestehende eigene Steine angelegt. Dabei dürfen sie sich nur mit ihren Spitzen, nicht jedoch mit den Kanten berühren. Die Kanten gegnerischer Steine dürfen dabei durchaus berührt werden. Das Spiel endet, wenn keiner mehr Steine anlegen kann. Wer die meisten seiner Steine auf dem Spielfeld untergebracht hat, gewinnt.

Spitz pass auf
Jeder Spieler sollte beim Legen der Steine darauf bedacht sein, sich selber zwar so viele weitere Anlegemöglichkeiten wie möglich zu belassen, den Gegnern jedoch Freiräume zu nehmen. Dies wird noch fordernder, spielt man mit der in der Anleitung beschriebenen Zusatzregel. Hiernach dürfen die Steine nur noch Spitze an Spitze angelegt werden. Die Kanten gegnerischer Steine sind somit auch Tabu, wodurch die Möglichkeiten zum Anlegen rapide abnehmen. Gegner können jedoch schneller in die Enge getrieben werden.
Das Spiel zu Dritt läuft kaum verändert zum Grundspiel ab. Einzig das Spielfeld wird leicht verkleinert. Spielen nur zwei Personen, so übernimmt jede Partei zwei Farben.


Fazit

Blokus Trigon gehört zu den besseren abstrakten Spielen. Glücksfaktoren gibt es keine. Wer verliert, hat 100% selber schuld. Dank der Zusatzregel bieten sich sogar mehr taktische Möglichkeiten, gezielt Gegner mit wenigen Steinen außer Gefecht zu setzen. Die kurze Spielzeit und die simplen Regeln tun das ihrige dazu, dass Blokus Trigon, wie auch schon die Vorgänger, gerne immer mal wieder gespielt wird. Gerne auch mehrfach. Dabei funktioniert es im Gegensatz zum Ur-Blokus nicht nur mit vier Spielern, sondern gerade auch mit nur dreien. Wer zu zweit Steine legen möchte, sei besser auf Blokus Duo verwiesen. Die Variante, dass jeder zwei Farben zieht, wirkt eher aufgesetzt und verwirrt beim Spiel mehr, als dass es den Spaß fördert.


Wertung

Gesamtwertung: empfehlenswert

Einstiegshürde: niedrig (in drei Minuten erfasst)
Preis/Leistungs-Verhältnis: mittel

Vergleichbare Spiele: Blokus, Blokus Duo, Schach, Mühle