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Die Rezension erscheint in der August/September 2006-Ausgabe des Magazins Gelegenheitsspieler. Laden Sie die aktuelle Ausgabe jetzt direkt kostenlos herunter.
Rezension von Henry Krasemann
Rezension "Chinesische Mauer"
Autor: Reiner Knizia Verlag: Kosmos Spieler: 2-5 Alter: Ab 10 Jahre Dauer: ca. 30 Minuten Preis: ca. 10,- Euro Erscheinungsjahr: 2006
Niemand hat vor eine Mauer zu bauen... ...außer vielleicht den Chinesen im 3. Jahrhundert vor Christus. Und was Dank Kosmos erst jetzt herausgekommen ist: Fürsten waren damals die Baumeister. Und das nur, um an ein paar Ruhmeskärtchen heranzukommen. Wenn das heute im regionalen Straßenbau doch auch so einfach funktionieren würde.
Mauern hilft Das Spiel "Chinesische Mauer" von Reiner Knizia ist wie auch das in dieser Ausgabe des Gelegenheitsspielers getestete Kreuz&Quer in einer kleinen Schachtel quadratisch, praktisch, gut untergebracht. Der Inhalt besteht allerdings auch nur aus 100 Mauerkarten und besagten 36 Ruhmeskärtchen. Jeder Spieler hat einen Kartensatz, der verschiedene Abschnitte der Mauer zeigt. Hieraus hält er eine zufällige Auswahl stets auf der Hand. Die Spielerzahl bestimmt die Anzahl der Bauabschnitte, die parallel liegen. Der Wert der einzelnen Abschnitte wird zunächst mit jeweils zwei Ruhmeskärtchen zufällig bestimmt. Dahinter werden auf dem Tisch abwechselnd die Karten mit den Mauerteilen angelegt. Entscheidend ist dabei die Zahl, die auf den Karten aufgedruckt ist. Denn Ruhmeskärtchen gibt es nur für denjenigen, der zu Beginn seines Zuges zusammengerechnet den höchsten Wert in der Reihe hat. Verschiedene Sonderkarten bringen Abwechslung ins Geschehen. Adlige reduzieren alle Karten auf einen einheitlichen Wert oder Drachen können besonders wertvolle Karten verdecken. Kämpfer erhöhen in Gruppen angelegt den Gesamtwert und die Reiten sind Joker, die zusätzlich eingesetzt werden können. Gewonnen hat, wessen Ruhmeskärtchen am Ende die meisten Punkte aufweist.
Auf den zweiten Blick Trotz der einfachen Regeln verwirrt "Chinesische Mauer" zunächst. Ungewöhnlich ist, dass die Wertung einer Mauerreihe stets zu Beginn des eigenen Zuges ansteht. So ist in die Überlegung einzubeziehen, wie denn wohl die Mitspieler nach einem legen werden. Da es stets zwei Ruhmeskärtchen zu gewinnen gibt, kann es sinnvoll sein, einem anderen den Vorzug zu lassen, um dann das zweite Kärtchen sicher einzufahren. Denn der Wert des ersten Ruhmeskärtchen wirkt sich für dessen Erwerber zunächst bei der nächsten Wertung als Minuspunkte aus. Je mehr Personen jedoch mitspielen, umso schwieriger wird das Taktieren. (hk)
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"Chinesische Mauer" macht vor allem mit 2 oder 3 Personen Spaß. Dann kann taktiert werden und der Zufall der Karten, die man auf der Hand hat, tritt in den Hintergrund. Mit mehr Spielern ist es all zu oft dem Glück überlassen, ob noch Ruhmeskärtchen für einen übrig bleiben. "Chinesische Mauer" ist ein nettes kleines Karten-Anlege-Spiel, das durch seine einfachen Regeln auch Gelegenheitsspieler anspricht. Erst die zweite oder dritte Partie bringt jedoch den Durchblick, wie der Spielmechanismus funktioniert. Wie gut, dass eine Runde selten länger als 20 bis 30 Minuten dauert. Und Ruhmeskärtchen sind genug für alle da...
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