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Die Rezension erscheint in der August/September 2006-Ausgabe des Magazins Gelegenheitsspieler. Laden Sie die aktuelle Ausgabe jetzt direkt kostenlos herunter.
Duell Poker – Wer hat das bessere Pokerface?
Rezension von Henry Krasemann
Autor: Reiner Knizia Hersteller: Parker Spielerzahl: 2 Ab 18 Jahre Preis: ca. 20 Euro Spieldauer: ca. 20 Minuten Erscheinungsjahr: 2006
Poker ist in Sei es die Euopean Poker Tour auf Eurosport oder das Pokerset im Spieleladen. Seit der Zeit von Al Capone war es nicht mehr so beliebt, um das Straight Flush zu bluffen. Entstanden ist es wohl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in New Orleans. Doch erst im 20. Jahrhundert schaffte „Das Spiel mit dem Teufel“ den Sprung aus den Spielhöllen, ohne jedoch ganz den Ruf des verruchten Glücksspiels abzulegen. Wird im Film gepokert, dann eher in dunklen Hinterhofzimmern und irgend einer Verspielt stets Haus und Hof. Wahrscheinlich zieht es daraus auch einen Teil seiner besonderen Faszination. Die deutsche Variante „Pochen“ ist hingegen ein Familienspiel geblieben.
Zu Zweit? Poker wird eigentlich mit mehreren Leuten gespielt. Nicht nur, dass so die Chance größer ist, beim Bieten andere zum Mitziehen zu reizen. Auch ist prinzipiell die Wahrscheinlichkeit höher, dass tatsächlich ein gutes Blatt dabei ist. Ein Zweierspiel war Poker nie. Doch Dank Herrn Knizia soll sich das nun ändern. Duell Poker ist ein reines Zwei-Personen-Spiel. Geliefert werden ein Spielbrett, ein Kartenset mit 52 kleinen Karten, 90 Poker-Chips und ein Würfel. Nicht sehr viel für knapp 20 Euro, erst recht, wenn alles ohne Halt gebendes Tiefziehteil im Pappkarton geliefert wird. Auch die Poker-Chips wirken eher „günstig“ und haben wenig zu tun mit den schweren Spielchips im Fernsehen.
Das Spiel selber jedoch bietet einige Abwechslung. Startkarten und einige Poker-Chips werden zunächst offen auf der Mittelinie des Spielbretts ausgelegt. Nun müssen wechselseitig Karten angelegt werden, um so die klassischen Blätter vom einfachen Pärchen bis zum Straight Flush mit fünf Karten derselben Farbe in einer Reihe aufzubauen. Jedem Spieler ist eine Seite des Bretts zugewiesen.
Die Abwechslung bringt der Würfel. Dieser bestimmt vor jeder Runde, welche von sechs verschiedenen Varianten gespielt wird. Am einfachsten ist das „Draw 1“, bei dem einfach abwechselnd eine Karte gezogen und gleich auf dem Spielbrett angelegt wird. Möglich ist aber auch z.B. vier Karten verdeckt auf der Hand zu halten und diese dann nach und nach zu verteilen. Die Variante „Crazy“ schließlich lässt einem völlig frei, ob man auf der eigenen Seite oder beim Gegner legt. Pläne des Mitspielers können so wirkungsvoll durchkreuzt werden. Was natürlich auch nicht beim Pokern fehlen darf, ist das Wetten. Wie im richtigen Pokerspiel wird immer wieder erhöht, mitgegangen oder auch ausgestiegen. Und wer am Ende das meiste Geld bzw. die Chips mit dem höchsten Wert erspielt hat, gewinnt. Alles wie im Fernsehen.(hk)
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