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Die Rezension erscheint in der August/September 2006-Ausgabe des Magazins Gelegenheitsspieler. Laden Sie die aktuelle Ausgabe jetzt direkt kostenlos herunter.
Rezension von Henry Krasemann
Autoren: Paul Randles, Mike Selinker und Bruno Faidutti Verlag: Tilsit Collection Spieler: 3 bis 5 Alter: ab 10 Jahre Spieldauer: 45-60 Minuten Preis: ca. 30-35 Euro Erscheinungsjahr: 2006
Bei manchen Spielen wirkt das Titelthemen arg aufgesetzt. Der Käufer verlangt eben eine Geschichte. Anders jedoch bei Key Largo aus der Tilsit Collection. Thema ist das Tauchen nach Wracks und Schätzen und genau darum geht es von der ersten bis zur letzten Spielminute.
Unter der Wasserlinie Zehn „Tage„ mit jeweils zwei Aktionen haben die Spieler Zeit, durch Tauchgänge, Verkäufe oder auch Touristenfahrten soviel Geld wie möglich zu sammeln. Hierzu stehen jeweils fünf mögliche Aktionen zur Verfügung, die durch zunächst gemeinsames geheimes Auslegen der entsprechenden Karten vorgewählt werden. So kann der Spieler einen Tauchgang einlegen, wobei er nicht nur auf wertvolle Gegenstände, sondern auch Seeungeheuer stoßen kann, die eine Runde schnell beenden. Unterschiedliche Meerestiefen verlangen dabei manchmal Zusatzkarten, die im Tauchladen als Aktion neben anderen Dingen käuflich erworben werden können. In der Bar können Taucher angeheuert, Taschendiebe angeworben oder Runden ausgegeben werden, um sich Vorteile im Spiel zu verschaffen. Die Delphinbucht verspricht Einnahmen durch Touristen aber auch Bekanntschaften, die Spielzüge manipulieren können. Und schließlich existiert noch der Markt, wo man all die schönen Dinge, die man in den Wracks beim Tauchen gefunden hat, zu Geld machen kann.
Tief Luft holen Hat man die fünf möglichen Aktionen erst einmal grob erfasst, ergibt sich alles Andere schnell durch kurzes Nachblättern in der Anleitung. Die Spielzüge sind dabei sehr einfach. Alle legen die beiden nächsten Aktionen verdeckt aus, dann werden diese nacheinander abgearbeitet. Damit hat Key Largo aber nur sehr rudimentär etwas mit dem Spiel Himalaya zu tun, das im selben Verlag erschienen ist und 2005 um Spiel des Jahres nominiert worden war. Denn auch beim Durchführen der Aktionen sind noch jede Menge Entscheidungen der Spieler gefragt, die spielentscheidend sein können. Hinzu kommt, dass einige Aktionen an besonderen Wochen(spiel)tagen attraktiver sind. Allerdings verderben zu viele Spieler, die die gleiche Aktion machen, den Preis. So muss man auch stets im Auge behalten, was wohl die Anderen am, auf und unter dem Meer planen und durchführen. (hk)
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