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Die Rezension erscheint in der August/September 2006-Ausgabe des Magazins Gelegenheitsspieler. Laden Sie die aktuelle Ausgabe jetzt direkt kostenlos herunter.
Rezension von Henry Krasemann
Rezension: Nacht der Magier (Das Dunkel Spiel)
Autoren: Kirsten Becker und Jens-Peter Schliemann Verlag: Drei Magier Spiele Spieler: 2-4 Alter: ab 6 Jahre Spieldauer: ca. 10 Minuten Preis: ca. 39,- Euro
Im Dunkeln lässt sich gut... Nacht der Magier dürfte zu den ungewöhnlicheren Neuerscheinungen der letzten Monate zählen. Dies liegt weniger an der recht hochwertigen Ausstattung aus massivem Holz oder den simplen Spielregeln. Auf der Packung von Nacht der Magier steht nicht umsonst der Zusatz „Das Dunkel Spiel“. Denn seinen ganzen Reiz entfaltet es erst, wenn es im Stockdunklen gespielt wird.
Das Runde muss ins Runde Große taktische Raffinessen darf man nicht erwarten. Auf einer Pappscheibe werden unterschiedliche Holzfiguren aufgestellt. In der Mitte der Scheibe befindet sich ein kleines Loch, das zu Beginn des Spieles von einer anderen Scheibe verdeckt wird. Darum herum stehen die roten „Kessel“, die wiederum von anderen Holzscheiben umringt werden. Jeder Spieler hat eine hölzerne Magierfigur. Mit dieser versucht er nun einen „Kessel“ mit seinem Symbol drauf in das noch verdeckte Loch in der Mitte zu schieben. Sobald Steine hierbei vom Rand der Spielscheibe fallen, ist der nächste dran. Gewonnen hat, kaum überraschend, wer als erster einen seiner „Kessel“ in das Loch in der Mitte geschoben hat.
Licht und Schatten? Im Hellen hat man durchaus eine Chance, mit etwas Geschick recht schnell und ohne viele Steinverluste seinen Kessel ins Ziel zu bugsieren. Dies wird jedoch um so schwerer, je mehr Spieler das selbe versuchen. Im Dunkeln leuchten nur die Spielbrettmitte, die Kessel und der eigene Magierstein. Wo sich die Stein drum herum befinden, bekommt man meist erst mit, wenn sie heruntergefallen sind. Mit etwas Fingerspitzengefühl hat man aber durchaus eine Chance, einen Weg zu erfühlen.
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Nacht der Magier wurde als Kindespiel des Jahres 2006 nominiert. Und Kinder haben sicherlich den meisten Spaß am Magierschieben. Es jedoch als reines Kinderspiel abzutun, wird dem Spiel nicht gerecht. Im Hellen wird es für Erwachsene nach kurzer Spielzeit zwar etwas eintönig. Wegen des einfachen Spielprinzips und der netten Holzaufmachung entsteht allerdings immer mal wieder der Reiz, eine Partie zwischenzuschieben. Dabei braucht der Aufbau der Steine auf der Spielscheibe jedoch jeweils seine Zeit. Seine besondere Kraft entfaltet das Spiel im Dunkeln. Dabei sollte es auch wirklich richtig Dunkel sein, damit die übrigen Steine tatsächlich nicht mehr zu erkennen sind. Die Anspannung und das angestrengte Horchen nach fallenden Steinen gibt es nur hier. Allerdings gilt auch im Dunkeln, dass Nacht der Magier nicht stundenlang ans Brett fesselt. Ein, zwei Partien, und dann reicht es auch. So stimmungsvoll es auch im Dunkeln ist, sehr viel Taktik und Tiefgang bietet es nicht. Der Verlauf der Steine ist ohne Licht kaum berechenbar.
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