NoNo

 


Rezension NoNo

Die Rezension ist erschienen in der November/Dezember 2006-Ausgabe des Magazins Gelegenheitsspieler. Laden Sie die aktuelle Ausgabe jetzt direkt kostenlos herunter.

Autor:
Michael Schacht
Verlag: Phalanx
Spielerzahl: 3-8
Alter: ab 8 Jahre
Erscheinungsjahr: 2006
Preis: ca. 10,- Euro

Ein fröhlich wackelnder Zeigefinger auf der Verpackung, unübersehbar unterhalb der gelben Buchstaben „NoNo“ aufgedruckt, scheint zu signalisieren: hier soll man von etwas abgehalten werden. Ob es vom Kauf des Spiels ist, wollte das Magazin Gelegenheitsspieler klären.

Einfacher geht es kaum
Um die erste Spannung zu nehmen: NoNo ist simples Begrifferaten-Spiel. Spielkarten geben die Kategorie vor. Daneben bestimmen die Karten und ein paar Würfel bestimmte Einschränkungen, wie etwa die Silbenanzahl, zwingend im Lösungswort enthaltende Buchstaben und solche, die nicht auftauchen dürfen. Wer jeweils als erster in der Runde einen den Vorgaben entsprechenden Begriff gefunden hat, bekommt die Punkte. Falsche Antworten bringen reduzieren das Punktekonto jedoch massiv.

Es liegt mir auf der Zunge
Die allgemein gehaltenen Kategorien wie „In der Wüste“ oder „Eine Pflanze“ laden dazu ein, auch sehr allgemeine Lösungsworte zu wählen. Spieler, die nur richtig oder falsch kennen, werden mit NoNo ihre Probleme haben. Immerhin bieten die Regeln eine Lösung an, indem die Spieler nach jedem geratenden Begriff wie einst Cesar im Kolosseum entsprechend ihrer Einschätzung den Daumen heben oder senken sollen. Die Mehrheit entscheidet.


Fazit

NoNo ist kein abendfüllendes Spiel. Aber so simpel die Regeln, soviel Spaß kann es für ein oder zwei Runden machen. Dabei hat sich eine mittlere Spielerzahl von 5 als beste Konstellation herausgestellt zwischen Frust, dass andere mal wieder schneller waren und Lust, doch mal der Erste zu sein. Man muss das Begrifferaten mögen. An die Spannung eines Spiels wie Tick-Tack-Bumm kommt es jedoch nicht heran. Aber durch die Abwechslung, die durch die Würfel und deren Zusammensetzung entsteht, bleibt es auch nach mehreren Runden noch interessant. Was der wackelnde Zeigefinger jedoch soll, bleibt ein Rätsel des Grafikers. Ein dezent nach schräg oben gerichteter Daumen wäre passender gewesen.

Wertung

Kategorie: grün (einfach)
Gelegenheitsspielertauglichkeit: hoch
Preis/Leistungs-Verhältnis: mittel
Positionierung innerhalb seiner Gattung: durchschnittlich

Gesamtwertung: empfehlenswert

Vergleichbare Spiele: Tick-Tack-Bumm (besser), Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst (schlechter)